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Stadt Obernkirchen

Postfach 12 61 31677 Obernkirchen Tel. 05724/395 - 0 Fax: 05724/395 - 49
E-Mail: info@obernkirchen.de URL: http://www.obernkirchen.de

 (Grafik)

Drei Naturstoffe bestimmten Jahrhunderte den Lebensrhythmus von Obernkirchen: Kohle, Sandstein und Glas. Von der Kohle ist nur der Name "Bergstadt" und ein sehenswertes Museum geblieben, denn 1960 endete der Abbau des schwarzen Goldes. Der edle Baustoff für Kirchen und Kathedralen wird dagegen in den Steinbrüchen oberhalb der Stadt weiter gewonnen und Heye Glas hat sich zum High-Tech Unternehmen entwickelt, in dem mehr als nur Flaschen entstehen.Herz der Stadt und einer der Touristischen Anziehungspunkte ist das Stift und seine Kirche - die Overenkerken die der Stadt den Namen gab. Das ehemalige Augustinerinnen-Kloster ist bis heute Sitz eines adligen Damenstifts. Alle 3 Jahre treffen sich unweit des Stifts Künstler aus aller Welt und gestalten unter den Augen der Obernkirchener und ihrer Gäste Kunstwerke aus dem heimischen Sandstein.Weit schaut man von Obernkirchen am Rand des Bückebergs in die norddeutsche Tiefebene. Dieser Höhenzug ist heute das größte Kapital der Bergstadt - grüne Lunge für gestreßte Großstädter und Schutz vor kühlen Nordwinden. Er läßt sich auf ausgedehnten Wanderungen erkunden und sorgt für deutlich mehr Sonnenstunden als anderswo. Im Landschaftsschutzgebiet des Liethbachtals am Fuß der Bückeberge liegt auch der anspruchsvolle Achtzehn-Loch-Golfplatz.Vier Ortsteile hat Obernkirchen: Gelldarf, Röhrkasten, Vehlen und aus Urlaubers Sicht besonders wichtig Krainhagen. Dieses schmucke Dorf ist mehrfach als das schönste des Schaumburger Landes ausgezeichnet. Vom am Waldrand der Bückeberge gelegenen Sport- und Freizeitzentrum gehen viele gut markierte Wanderwege aus. Die rührige Dorfgemeinschaft legte Schutzhütten an und stellte an den schönsten Aussichtspunkten Ruhebänke auf. Das Zentrum selber bietet nicht nur den Urlaubern auf dem angeschlossenen Campingplatz viel Kurzweil: Bürgerstube, Kegelbahn, Schießsportanlage, Abenteuerspielplatz, Waldsportpark, Rodelbahn im Winter und Berghütte. Luxusherbergen sucht man in Obernkirchen oder Krainhagen zwar vergebens, dafür findet man gediegene Gastlichkeit zu Preisen, die an die "gute alte Zeit" erinnern.

Sehenswürdigkeiten in Obernkirchen
Stift Obernkirchen (Grafik)
Kirchen

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Stift Obernkirchen

Die zweitürmige Stiftskirche in Obernkirchen wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, wobei Reste der nach einem Brand im Jahre 1150 errichteten romanischen Kirche erhalten blieben. Seit wann es allerdings "overen kerken" gibt, das ist nicht sicher und wird vermutlich nie festzustellen sein. Es heißt, der Name leite sich davon ab, daß diese Kirche höher lag als eine andere, vermutlich die Kirche in Vehlen. Es kann aber auch eine übergeordnete Kirche gewesen sein. Jedenfalls soll es schon sehr bald nach der Gründung des Bistums Minden durch Karl den Großen eine Missionskapelle in Obernkirchen gegeben haben, und es wird erzählt, daß Kaiser Ludwig der Fromme um 820 in Obernkirchen ein Benediktinerinnen-Kloster gegründet habe. Allerdings ist man auch da nur auf Vermutungen angewiesen, weil es Urkunden aus jener Zeit nicht gibt, wie auch Nachrichten darüber fehlen, daß die Klosterfrauen im Jahre 936 von den eingefallenen Ungarn ermordet worden seien. Den Ungarn wird auch die Zerstörung des Klosters zugeschrieben. Genaues jedoch weiß man nicht. Nur die Benediktinerinnen von Möllenbeck gedachten am 31. August eines jeden Jahres der Schwestern, die den Ungarn zum Opfer gefallen waren. Später hat es dann wieder ein Kloster in Obernkirchen gegeben, das unter anderem durch die Steinbrüche zu Wohlstand kam. 1566 wurde in den Stiftsgebäuden ein adeliges Fräuleinstift eingerichtet. In der Kirche befindet sich unter anderem ein Schnitzaltar aus dem Jahre 1496, der als bedeutendes Denkmal spätgotischer Schnitzkunst gilt.
Auf der südlichen Seite der Stiftskirche in Obernkirchen liegen die alten Klostergebäude, das Stift, die Abtei und die Propstei. Sie wurden erbaut in der Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und bilden zusammen einen malerischen und überaus romantischen Komplex. Der Westflügel des Kreuzganges ist in seinem Kern romanisch, in den östlichen und nördlichen Teilen sind Reste aus dem 13. Jahrhundert zu sehen, und neben dem östlichen Joch des südlichen Seitenschiffs befindet sich ein frühgotisches Portal. Von den übrigen Klostergebäuden sind erhalten geblieben die Mühle und die alte Zehntscheune.

Weitere Informationen
Straße Bergamtstr. 12
PLZ/Ort 31683 Obernkirchen
E-Mail info@stift-obernkirchen.de
Preis Erwachsene 2,50 €, Gruppen ab 15 Personen 2,00 €, Kinder 1,00 €, Gruppen ab 15 Kindern 0,50 €
Telefon 05724 8450
Fax 05724 397186
Öffnungszeiten Samstag und Mittwoch, Einlass 15.30 Uhr
oder nach telefonischer Absprache, Gruppen nach Anmeldung


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